The Johnny Winter Story

Boney Moronie

Johnny Winter performs the song "Bonie Moronie" on the following albums and bootlegs:

Live In Houston
The Collection
Captured Live
Dervish Blues
Rock and Roll People
Saints and Sinners
Time
A History Of the Blues
Blues and Tattoos
Live In Houston Busted in Austin
Red House
Rock and Roll Collection
Same Odd Story
Walkin by Myself
Woodstock Revival

 

Guitar Tabs and Lyrics for Boney Moronie

WERKANALYSE
JOHNNY WINTER
BONEY MORONEY

Johnny Winter stammt aus Texas, einem der Kernländer des ländlichen Blues Nordamerikas. Hier kam er schon sehr früh mit dem rauhen Country Blues der in den Südstaaten besonders geknechteten Schwarzen zusammen. Deren Spielweisen sollten einen nachhaltigen Einfluß auf seinen späteren Gitarrenstil haben.

In den 50er Jahren war es jedoch der Chicago-Blues, ein den großstädtischen Lebensweisen angepaßter und elektrifizierter City Blues der Industriestädte des Nordens, der in zunehmendem Maße auch weiße Jugendliche in seinen Bann zog.

So ging Johnny Winter Anfang der 60er Jahre nach Chicago, um den Spuren seiner großen musikalischen Vorbilder (u. a. Muddy Waters, B. B. King) zu folgen, kehrte jedoch bald wieder, freilich um einige Erfahrungen reicher, zurück nach Texas. In England starteten zu dieser Zeit viele der in Amerika inzwischen vergessenen Größen des R & B der 40er und 50er Jahre, begünstigt durch die starke Nachfrage nach Bluesplatten und -Konzerten, eine zweite Karriere. Mitte der 60er Jahre griff dann der englische Blues-Boom auch auf Amerika über. Er wurde hier in erster Linie ausgelöst durch Konzerte englischer Bluesbands wie den "Yardbirds" den "Animals"und "Cream". Hierzu bemerkte Joachim E. Berendt sinngemäß; "Johnny Winter gehört nach Alexis Korner und John Mayall zur zweiten Generation weißer Musiker, die authentischen schwarzen Blues spielen" (J. E. Berendt: Das große Jazzbuch, S. 181).

Einer, der in ganz besonderem Maße von dieser Wiederbelebung der Bluesszene in den USA profitierte, war J. Winter. Er erlebte 1968 nach einer wohlwollenden Erwähnung in einem "Rolling Stone" Artikel einen kometenhaften Aufstieg in die geheiligten Gefielde der Gitarristen der Extraklasse und avancierte bald zu einem der gefragtesten Livekünstler. Winter bot dem Puplikum, unterstützt von seinem einfühlsamen Heavy Blues und seinen geschmackvoll in die Rhythmus-Parts eingeflochtenen Filigransoli eine Rockshow par excellenc, ohne Schnörkel, direkt und genial.

Wie viele seiner Musikerkollegen jener drogengeschwängerten, sogenannten`psychedelischen' Ära der Endsechziger, drohte auch Johnny Winter im von Managern, Produzenten und anderen Nutznießern angepeitschten Starrummel das frühzeitige Ende seiner Karriere.

Die heilsame Folge seiner Drogensucht und einer anschließenden fast zweijährigen Entziehungskur war schließlich die Erkenntnis, sich nicht wieder auf die Schlachtbank der kommerziellen Vermarktung treiben zu lassen.

Nach dieser Zäsur in seiner künstlerischen Laufbahn und einem kleinen Zwischenspiel als "Special Guest" bei "Edgar Winters White Trash", der Band seines Bruders, legte er mit "Still Alive And Well", "Saints And Sinners" und "John Dawson Winter III" erneut drei erstklassige Rockalben vor, die sich durch geraden Heavy-Bluesrock, ähnlich der Konzeption seiner 1969 erschienenen "Johnny Winter And", auszeichnet. Die drei Alben zeigen deutlich J. Winters besondere Vorliebe für bodenständigen Rock'n'Roll, während auf den Alben zu Anfang seiner Karriere doch deutlich der Blues überwog. Einen erneuten Gradwechsel zum R & B vollzog er 1979 beim "Rockpalast" Konzert, wo er noch einmal sämtliche Register seines Könnens zog und mit einer neuen Band das Publikum verwöhnte.

Es folgten zwei weitere reine Bluesalben mit einigen Coverversionen von alten Country- und Folk-Blues Songs. Aber auch in den Jahren zuvor gehörte er immer zum engeren Kreis der amerikanischen Bluesszene; diese Zeit war besonders geprägt durch seine intensive Zusammenarbeit mit dem kürzlich verstorbenen Muddy Waters. Seither hat er seine Konzertaktivität erheblich begrenzt.

Im "Musikbrockhaus" steht über Johnny Winter geschrieben: Er "trat mit seinem technisch brillanten, langsam-gefühlvollen Gitarrenspiel v. a. im Bereich des Blues-Rock und Rock'n'Roll hervor". Ergänzend hierzu muß man erwähnen, daß seine enorme stilistische Bandbreite Elemente aus der Blueszeit des Country-Blues der 20er und 30er Jahre (Robert Johnson), Rhythm & Blues der 40er und 50er Jahre (T-Bone Walker, M. Waters, B. B. King, Chuck Berry), des Country-Rock und des Soul umfasst. Aber trotz der vielgestaltigen musikalischen Anleihen kommt doch bei jedem Stück sein markanter, präziser und messerscharfer Sound, den er meist auf einer Gibson "Firebird" intoniert, souverän zum tragen. Er versteht es zudem meisterhaft, seine spezifischen, ihm eigenen Phrasen, Rhythmen und Sololäufe in immer wieder phantasievoll und einfallsreich abgewandelter Form dem wechselnden stilistischen Background und dem Charakter des Stückes anzupassen bzw. diesem hierdurch eine neue Dynamik und Klangqualität zu geben. Winter trägt seine sensiblen, zuweilen explosivartig aggressiven, und doch irgendwie humorvollen Stücke in einer ihm eigenen, auf einem Feingefühl für rockmäßge Theatralik fußenden Weise vor.

Seine Soli wirken oft hochkompliziert, jedes gleicht einem kleinen Kunstwerk. Sie scheinen in bezug auf die ihnen zugrundeliegende Harmonik und Rhythmik einer inneren Logik zu folgen, die sich in Liveversionen von der ersten bis zur letzten Note durch das Stück ziehen.

J. Winters solistische Fähigkeiten bedingen sich nicht zuletzt durch ausgeprägte manuelle Fertigkeiten, die ihm erst die Voraussetzung schaffen, seine künstlerischen Intentionen in der Praxis wirksam werden zu lassen. Das beinahe schon inflationäre Gerede von göttlicher Eingebung ist in diesem Falle völlig fehl am Platz.

Auch wenn Winter seine in hohem Maße improvisierten Bluesstücke mit großem Einfühlungsvermögen und Hingabe in dem ihm eigenen stilistischen Rahmen vorträgt, darf auch nicht verkannt werden, daß erst einmal Tausende von Übungsstunden unter persönlichen Entbehrungen und unzähligen Jams mit den unterschiedlichsten Musikern nötig waren, um Johnny den Weg zum Profimusiker dieser Meisterschaft zu ebnen.

Ein gewisses Maß an Besessenheit und Zielstrebigkeit sind hier einfach unentbehrliche Tugenden.

Obwohl J. Winter sich ständig musikalischer Elemente bedient, die in gleicher oder abgewandelter Form im Blues, Jazz und anderen populären Musikformen schon unzählige Male verwandt und auch heute immer wieder zu neuen Stilen verarbeitet werden, ist sein eigener schöpferischer Beitrag jedoch so hoch einzuschätzen, daß bei ihm von einer (reinen) Adaption traditioneller Stile auf gar keinen Fall die Rede sein kann. Dies belegt allein schon die Tatsache, daß es ihm wie nur wenigen anderen Gitarristen (Jimi Hendrix, Eric Clapton oder Carlos Santana) gelungen ist, in den vielen Jahren seines musikalischen Schaffens einer persönlichen und stilistischen Erkennungswert zu kreieren, und das vor allen Dingen auch zu bewahren. In seinem vielseitigen Repertoire fügen sich die Techniken des Country Blues, R & B und Rock'n'Roll zu einem neuen und zudem perfekt vorgetragenen Klangkörper zusammen. Allerdings seien an dieser Stelle auch Gedanken eingestreut, die zu der Einsicht führen, daß seine Kunst nicht unumstritten ist. Jüngst hat Tibor Kneif in seinem bei Rowohlt erschienenen Taschenbuch "Rockmusik" unterschwellig Bedenken angemeldet: "Er (J.Winter) .........improvisiert in schnellen Sechszehnteln über dem Bluesgerüst mit einer perfekten Gleichmäßigkeit, die schon fast stutzig macht und an den unerbittlichen gleichförmigen Lauf eines Zahnrades erinnert" (T. Kneif: "Rockmusik", S. 81/82). Winters Bedeutung für die Rockszene beschreibt er folgendermaßen: "Winter hat mit seinem raschen, maschinell wirkenden Stil einen großen Einfluß auf die Gitarristen der Hardrock-Richtung ausgeübt" (ebd.). In diesem Sinne nennt er als Beispiele "Gitarren-Heroen wie Ted Nugent, Frank Marino, (MAHOGANY RUSH), John Nitzinger, Steve Hunter und Steve Walsh (KANSAS)".

Daß Johnny Winter sich nicht nur dem Country Blues und R & B verpflichtet fühlt, sondern auch gewaltig loszurocken versteht, belegt in eindrucksvoller Weise, neben einer Vielzahl anderer Einspielungen, "Boney Moroney". Von diesem Stück existieren eine Studio- und eine Liveaufnahme, die beide dieser Werkanalyse zugrunde liegen. Die erste ist auf "Saints And Sinners" (1974) und die zweite auf "Captured Live" von 1976 erschienen.

Bei Konzertaktivitäten neueren Datums gebraucht Winter häufig einen Phaser. Alle Stücke des "Captured Live" Albums hat er mit diesem Effektgerät eingespielt. Auch 1979 beim "Rockpalast" -Konzert war das kleine Gerät mit seinem schwebenden Klang ständig im Einsatz.

Die Live-Version von "Boney Moroney" beginnt mit einem furiosen Intro, basieren auf einer Variation über das Thema, das darauf mit dem Einsatz der übrigen Instrumente folgt.

Wie schon oben erwähnt, spielt Winter mit ausgesprochen flinken Fingern. Häufig führt er blitzschnelle, grifftechnisch schwierige Lagewechsel durch (Lagebezeichnung in der Tabulatur).

Auch Richard Hughes, der zweite Gitarrist, der bei der Liveaufnahme das erste Solo spielt, fingert erst im Country Rock -, dann in Blues-Manier gewaltig einen ab: meist durchgehende oder synkopierte Sechzehntelläufe in strammem 160er Tempo. Die Studioaufnahme in drei-Mann-Besetzung nimmt sich dagegen doch erheblich ruhiger aus, es fehlt hier der Druck, die mitreißende Power der Liveaufnahme. Das Intro ist relativ einfach zu spielen, klingt aber mit zwei Gitarren, die wahrscheinlich beide von J. Winter nacheinander aufgenommen wurden, sehr schön. Das Studiosolo geht über eine volle Gesangsstrophe und endet mit dem obligatorischen Thema. Es hat etwa den selben Schwierigkeitsgrad wie das Livesolo. Beide basieren im wesentlichen auf der Bluestonleiter in "A":

Johnny Winter Guitar tabs for Boney Moronie Moroney
Johnny Winter Guitar tabs for Boney Moronie Moroney
Johnny Winter Guitar tabs for Boney Moronie Moroney
Johnny Winter Guitar tabs for Boney Moronie Moroney
Johnny Winter Guitar tabs for Boney Moronie Moroney
Johnny Winter Guitar tabs for Boney Moronie Moroney

The lyrics for the song "Bonie Moronie" can be found here

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Last Modified: 04-Feb-2016 10:49