The Johnny Winter Story

Johnny Winter's Serious Business

Johnny Winter - Serious Business

Johnny Winter's Serious Business

Alligator Records SNTF 948/Sonet (1985)

"Serious Business" gives you more of what made Guitar Slinger one of the best sellers in Alligator history - searing blues guitar, raw vocals, and the rampaging Winter attack. No horns, no background vocals, no strings, no synthesizers. Just Winter all the way! Includes "Master Mechanic", "Route 90". Nominated for a Grammy.

 

Nach mehr als drei Jahren Aufnahme-Abstinenz wieder zurück auf Rillen: Texas-Mann Johnny Winter, der seinen Blues in Beaumont bei Clarence Garlow von der Pike auf lernte, u. a. bei Muddy Waters' letzten vier Alben mitwirkte und auch zusammen mit Big Walter Norton, James Cotton und Willie Dixon Platten einspielte.

Abgesehen von Roy Buchanan ist er unzweifelhaft der beste weiße Bluesgitarrist im urbanen Stil, den es heute gibt, (bei Winter kann sich z. 8. Eric Clapton gewaltige Scheiben abschneiden, wenn er Blues spielt). Abgesehen von Ausflügen in die Rock-Szene wie mit Bruder Edgar (wobei er auch dort immer äußerst bluesig aber größer musizierte) blieb Johnny immer in die Blues-Szene integriert.

Er hat den Blues nie verlassen. Im Teenager-Alter kam er nach den Lehrjahren bei Garlow nach Chicago. Ende der sechziger Jahre war er dann wieder in Houston, Texas, zu finden, und in den Clubs im Süden sowie in den Platten-studios machte er sich nochmal einen Namen unter dem Pseudonym Texas Guitar Slim.

Johnny Winter - Serious Business 

Die vorliegenden beiden Alben entstanden 1984/85 zusammen mit den Produzenten Bruce Iglauer und Dick Shurman. Johnny Winter mit seiner brettartigen E-Gitarre spielt darauf so viele unglaublich gute Soli, daß man einfach hingerissen ist. Er beherrscht "licks", die ihm viele bereits nachmachen, seine Ziehtöne gehen durch Mark und Bein, und er ist ein Meister der Slide-Spielweise. Auch seine rauhe Stimme, die er stets mit vollem Einsatz zu Gehör bringt, steht seinem Instrument in nichts nach, sein Timing, Feeling sind echt, ursprünglich. Er ist trotz seiner schlohweißen Haare und seiner (tätowierten) Albino-Haut "schwärzer" als so mancher Farbige und etlichen von ihnen gitarristisch uberlegen. Er fühlt und denkt wie sie — er ist unter ihnen aufgewachsen, sofem die Infor-mationen des Rezensenten stimmen.

Mit dem weißen Keyboarder Ken Saydak, Bassist Johnny B. Gayden und Drummer Casey Jones (zu denen noch einige Gäste hinzustoßen), hat Johnny Winter auf beiden Alligator-Alben eine Rhythmus-Crew zur Hand, die in der bewährten Güte und Präzision ihres Spiels zum Besten zählt, was der moderne Blues aufbieten kann. Zusammen mit ihnen zieht er alle Register innerhalb urbaner Blues-Stile von Texas bis Chicago, von Soul bis Funk. Beide Platten sind in ihrer Art gleich gut — auf der ersteren gibt es besagte Gäste, bei der zweiten stößt nur Harpspieler Jon Paris hinzu. Zwei Stücke der ersten LP wurden mit der Bläser-Section "The Mellow Fellow Horns" aufgenommen, die Gene Barge arrangierte. Auf "Guitar Slinger" reicht Winters Palette vom Langsamen "I smell trouble" bis zur elementaren, elektrisierenden Wildheit von "Mad dog".

Dazwischen liegen alle anderen Dimensionen seines Spiels von bewundernswerter Vielseitigkeit: In "It's my life ...",,,My soul" und Muddy Waters' "lodine (mit Billy Branchs Harp) bestaunt man die Bandbreite seiner Slide-Gitarre, im lässig-schleppenden "Boot hill" läßt er sein kreischendes Instrument im "screaming Texas shuffle style" dröhnen, "Lights out" (mit Bargers rotzigem Sax) und "Don't take advantage . . ." sind fetzig-rockende Titel, das stürmische "Trick bag" ist aufregend "funky", und beim "Tränendrüsen"-Stück "Kiss tomorrow . . ." legt er seine "southem soul" bloß, wobei er eine romantisch-schöne Gitarren-Exhibition zupft, was in reizvollem Kontrast zu seinem harschen Organ steht (vielleicht ist diese Einspielung nicht so sehr nach dem Geschmack mancher Blues-Puristen).

Ist "Guitar Stinger" musikalisch vielseitiger, so wirkt "Serlous Business" aus der Sicht des Blues "purer": Johnny Winters "wirbelsäulenzerbröselnde" Slide-Techniken und die anpassungs-fähige, heftige Harp von Jon Paris registriert man beim langsamen "Murdering Blues", Winters Komposition "Good time woman", "Unseen eye" und "Give me back", extrem langsam und typisch texanisch geht's zu bei "My time after awhile" (Johnnys Solo, stilistisch an den Texas-Tornado Albert Collins erinnernd, reißt garantiert jeden vom Stuhl!), bei "Master mechanic" funkt es kräftig, über schnellen, rockigen "beats" entfalten sich "Sound the bell" (diese Ziehtöne!) und "Serious . ." (wieder ein irres Gitarrensolo), der Boogie "rollt" in _lt ain't your business", und an Chuck Berry erinnert "Route 90" seines Lehrers Clarence Garlow, Zusammen mit der Sonny-Terry-LP "Whoopin— ist das ohne Zweifel "the best of Winter" — nicht mehr und nicht weniger. Mach' weiter so, fellow! Willie Gschwendner  

Johnny Winter - Serious Business Johnny Winter - Serious Business
    Band-members:
  • Johnny Winter - Guitar, Vocals
  • Casey Jones - Drums
  • Johnny B,Gayden - Bass
  • Jon Paris - harmonica
  • Ken Saydak - piano
    Tracklisting:
  1. Master Mechanic
  2. Sound The Bell
  3. Murdering Blues
  4. It Ain't Your Business
  5. Good Time Woman
  6. Unseen Woman
  7. My Time After Awhile
  8. Serious As A Heart Attack
  9. Give It Back
  10. Route 90 ?

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Last Modified: 14-Apr-2016 12:04